Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
Main menuArea 54
0
0
0
s2sdefault

Dank einer enormen Steigerung in der Defensive drehen die Zweitregionalliga-Basketballer einen Halbzeitrückstand in Schwelm und holen den zweiten Erfolg in Serie. Die BGL überwintert damit auf dem achten Tabellenplatz.

Es war die erwartet unangenehme Partie gegen einen unangenehm zu spielenden Gegner. Doch letztlich haben sich die Zweitregionalliga-Basketballer der BG Lintfort mit einem Erfolg in die Weihnachtspause verabschiedet. Das Team von Tobias Liebke hat sich beim nun immer noch sieglosen Tabellenletzten RE Baskets Schwelm mit 76:71 (32:41) durchgesetzt, damit den zweiten Sieg in Folge und insgesamt dritten Saisonerfolg eingefahren.

Doch bis es soweit war, hatten die Lintforter ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Denn wie von den BGL-Verantwortlichen im Vorfeld bereits erwartet, präsentierten sich die Gastgeber keineswegs wie ein abgeschlagenes Tabellenschlusslicht. Schon die Ergebnisse der vergangenen Wochen hatten darauf hingedeutet, dass die Schwelmer wissen, wie man mit einem Basketball umgeht. Und das bewiesen sie in den ersten Minuten auch. Während die BGL Probleme hatte, sich mit der in die Jahre gekommenen Halle und Korbanlage anzufreunden, konnten die Gastgeber sich schnell einen kleinen Vorsprung herausspielen, dabei vor allem aus der Distanz punkten.

Die Lintforter brauchten knapp fünf Minuten, um ihren Rhythmus zu finden. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel, beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter und konnten immer wieder erfolgreiche Abschlüsse verzeichnen. Doch die Gäste vom Niederrhein offenbarten in der Folgezeit der ersten Halbzeit immer öfter zu große Lücken in der Defensive, die von den Schwelmern konsequent attackiert und auch ausgenutzt wurden. So wuchs der Rückstand der BGL im zweiten Viertel immer weiter an, betrug kurz vor der Halbzeitpause erstmals zehn Punkte. „Wir haben einfach nicht die Intensität an den Tag gelegt, die es brauchte. Dadurch haben wir es Schwelm zu einfach gemacht. Und es war klar, dass uns auch heute nichts geschenkt würde.“ Da der BGL zudem auch ein wenig das Wurfglück fehlte und Center Janosch Feige schon nach dem zweiten Angriff erst einmal verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, war der Rückstand zu Halbzeitpause durchaus verdient.

Doch aus der Kabine kamen die Lintforter mit der richtigen Einstellung. Vor allem defensiv war nun eine erhöhte Intensität zu erkennen. Das trug Früchte: Schwelm konnte nun keine einfachen Abschlüsse mehr verzeichnen, im Angriff blieb die BGL geduldig und kam immer wieder zu erfolgreichen Würfen. Nach sechs Minuten im dritten Viertel betrug der Rückstand zwar immer noch fünf Punkte (46:41), doch die Lintforter waren nun das bessere Team. Das merkten offenbar auch die Gastgeber, die nun zunehmend hektischer wurden. Die BGL nutzte diesen Umstand und konnte kurz vor Ende des dritten Abschnitts erstmals in Führung gehen (55:56, 29. Minute).

Doch es blieb nun eine Partie auf Augenhöhe – nicht nur, weil der BGL im Angriff nun ein wenig die Präzision abhandenkam, sondern auch weil Paul Krüger nach einer Defensivaktion unglücklich mit seinem Gegenspieler zusammenstieß und das Spielfeld nur gestützt von seinen Teamkollegen verlassen konnte. Die BGL brauchte kurz, um diesen Schock zu verdauen, kehrte dann aber wieder zu ihrem erfolgreichen Rezept zurück: Konsequente und harte Defensivarbeit ergänzt durch umsichtiges und durchdachtes Offensivspiel. Die Führung hatte demnach weiter bestand, konnte leicht ausgebaut werden und betrug eineinhalb Minuten vor Schluss vier Punkte (70:66, 39.). Schwelm versuchte zwar noch einmal alles, kam durch erfolgreiche Distanzwürfe immer wieder heran, doch die BGL-Akteure behielten nun auch an der Freiwurflinie die Nerven und brachten den letztlich durchaus verdienten Erfolg über die Zeit.

„Wir haben heute gewonnen, weil wir genug Tiefe auf der Bank hatten und sich in der zweiten Halbzeit alle nicht nur an die Vorgaben gehalten haben, sondern auch mit unheimlich viel Leidenschaft gespielt haben. Ein Extralob geht an Oskar Mellmann, der kurz vor Spielbeginn noch starke Rückenschmerzen hatte und beinahe nicht hätte spielen können, aber auf die Zähne gebissen hat und vorangegangen ist. Aber auch ein Lob an Schwelm, die absolut nicht so gespielt haben, wie es die Tabelle aussagt. Sie haben uns alles abverlangt. Dass wir diese Prüfung bestanden haben, macht viel Vorfreude auf das nächste Jahr“, so Liebke nach der Partie.

Punkte: Mellmann (15), Sengutta (13), Krüger (12), Durdel, Feige (beide 9), Peltz (8), Wittich (7), Sehovic (3).