Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Wieder einmal verhindert ein indiskutables drittes Viertel, dass die Lintforter Regionalliga Basketballer einen Sieg einfahren. Durch die Niederlage steckt die BGL weiter im unteren Tabellenmittelfeld fest.

Die BG Lintfort ist am Samstag in Bornheim in alte Muster verfallen. Drei Viertel lang zeigte das Team von Coach Tobias Liebke eigentlich ein gutes Spiel, leistete sich aber auch wieder zehn Minuten zum Vergessen. Daher endete die Partie beim direkten Konkurrenten Sechtem Toros letztlich auch mit 74:67(34:38) zu Gunsten der Hausherren.

Dabei wäre für die Lintforter wieder einmal deutlich mehr in der Fremde drin gewesen, wieder endete die Partie nur mit einem einstelligen Rückstand. Doch wäre der Erfolg in diesem Fall dann doch eher schmeichelhaft gewesen. Denn nur ganze sechs Punkte brachten die Spieler von Coach Tobias Liebke im Abschnitt nach dem Seitenwechsel auf den Bogen, fanden überhaupt keinen Zugriff zum Spiel und ließen den Gegner nach Lust und Laune gewähren.

Ein Problem, dass sich schon durch viele BGL-Spiele gezogen hat und eigentlich nach der richtig guten Leistung am vergangenen Wochenende in Düsseldorf als abgestellt gewähnt wurde. Denn auch in Sechtem stimmte die Leistung in der ersten Halbzeit, obwohl die BGL auf einige wichtige Akteure verzichten musste. Oskar Mellmann hatte die Reise nach Bornheim aus privaten Gründen erst gar nicht, Michael Schmak nur schwer angeschlagen antreten können. Und auch Janosch Feige kam nicht zum Einsatz - der Center saß zwar mit auf der Bank, konnte, weil krank, aber nicht auf dem Feld zum Zug kommen.

Entsprechend übernahm der eigentlich auf dieser Position nicht beheimatete Jamie Töps den Spielaufbau - und machte seine Sache gut. So kamen die Gäste vom Niederrhein besser in die Begegnung als die Hausherren, konnten sich ein leichtes Polster erspielen. Wie in der Vorwoche waren es Till Achtermeier und Eric Peltz, die die auffälligsten offensive Akzente setzten und ihr Team mit einer Führung (22:16) in den zweiten Abschnitt brachten. In diesem blieb es dann auch eine Begegnung auf Augenhöhe, doch die BGL war weiterhin konzentriert. Es war klar: Das Team mit der ersten Schwächephase würde diese Partie letztlich verlieren.

Leider war es dann wieder die BGL, die nach der Pause nicht richtig aus den Startlöchern kam. „Das dritte Viertel war wieder einmal die völlige Katastrophe, ich weiß langsam nicht mehr, woran es liegt“, sagte Liebke hinterher. Nur magere sechs Punkte erzielten die Lintforter in den dritten zehn Minuten, während der Gegner beinahe ungestört seine Kreise ziehen konnte - die Toros erspielten sich ein komfortables Polster, das die BGL abermals zu einer Aufholjagd zwang (44:57).

Die gelang am Samstag aber mal wieder nicht. Letztlich konnten die Lintforter den Rückstand in den Schlussminuten kontinuierlich verkürzen und waren knapp eine Minute vor dem Ende wieder bis auf fünf Punkte heran gekommen, mussten sich aber letztlich geschlagen geben. „Wir zerstören uns immer in wenigen Minuten, was wir uns zuvor aufgebaut haben. Wir brauchen einfach mehr Konstanz in unseren Leistungen. Denn bis auf das dritte Viertel war das ordentlicher Basketball, wir haben die Ausfälle gut kompensiert und hatten die Möglichkeit zu gewinnen. Aber dazu braucht es dann halt 40 Minuten Konzentration und nicht immer nur 30“, so Liebke.

Punkte: Achtermeier (16), Sengutta (13), Peltz (11), Töps (10), Wittich (8), Juskovic (5), Krüger (4)