Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Maurice Schöter überragt bei Foto-Finish-Sieg der zweiten Mannschaft in Altenessen - 
Herren 3 setzt sich im entscheidenden Spitzenspiel bei MTG Horst durch und steigt auf

Einen Tag nach der bitteren Nachricht über den Abstieg der ersten Herrenmannschaft aus der Regionalliga erreichten die Fans und Verantwortlichen der BG Lintfort am Sonntagabend ausschließlich positive Nachrichten. Denn die Basketballer aus der Klosterstadt werden in der kommenden Saison mit gleich zwei Teams in der Landesliga 4 vertreten sein.

In einem an Spannung nicht zu überbietenden Spiel errang die Zweitvertretung von Coach Patrick den benötigten Sieg im Abstiegsendspiel beim Altenessener TV. Die BGL setzte sich nach hohem Halbzeitrückstand und aufgrund einer überragenden Leistung von Maurice Schöter am Ende mit dem minimalsten Vorsprung beim direkten Konkurrenten aus Essen durch und gewann mit 81:80(28:41).

In der kommenden Saison wird es zur Freude aller Lintforter nun auch zu zwei echten Lokalderbys kommen, denn am Sonntag gelang auch der Drittvertretung der BGL ein großer Erfolg. Als punktgleicher Tabellenzweiter war das Team von Coach Mario Schubert zum Spitzenreiter MTG Horst nach Essen gereist. Der Sieger der Partie sollte demnach den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg feiern können. Dies gelang der BGL nach einem überzeugenden Spiel letztlich mit 79:62.

Meister darf sich nun auch die Damenmannschaft nennen. Die Mannschaft von Trainerin Steffi Buchwald setzte sich letztlich deutlich vor der Konkurrenz durch und wird nach nur einer Saisonniederlage in der kommenden Spielzeit ebenfalls in der Landesliga an den Start gehen.

Herren 2 schafft den Klassenerhalt nach toller Aufholjagd

Vielen Akteuren der Lintforter Zweitvertretung steckte noch die bittere Niederlage der ersten Mannschaft vom Vorabend in den Köpfen herum. Denn nicht nur Maurice Schöter, Jochen Durdel, Max Middeldorf und Tom Illbruck waren in Opladen dabei gewesen. Auch Joel Aminu verstärkte die Landesliga-Truppe am Sonntag, um den drohenden zweiten Abstieg des Wochenendes zu vermeiden.

Doch die Geschehnisse des Vorabends waren anscheinend zu deutlich noch in Erinnerung. Die BGL verschlief den Start komplett, konnte in der Offensive keine überzeugende Struktur in ihr Spiel bringen und war auch in der Defensive alles andere als schnell auf den Beinen. Die Folge war, dass sich die Gastgeber aus Essen schnell deutlich absetzen konnten und keine Probleme hatten, den Konkurrenten aus der Klosterstadt auf Distanz zu halten. Einzig Maurice Schöter stemmte sich bereits zu diesem Zeitpunkt gegen die drohende Niederlage und sorgte dafür, dass sein Team mit „nur“ 13 Punkten Rückstand in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel trat die BGL dann wie ausgewechselt auf. Angetrieben von Schöter, der im Verlaufe des Spiels gleich acht Mal von der Dreipunktlinie erfolgreich war und letztlich auf sensationelle 42 Punkte kam, wirkte nun auch der Rest des Teams mit dem Kopf voll bei der Sache. So schmolz der Vorsprung der Gäste innerhalb weniger Minuten, die BGL hatte den Anschluss wieder gefunden. Doch auch der Altenessener TV wollte sich nicht so einfach geschlagen geben. Daher entwickelte sich in der Folgezeit eine umkämpfte und dramatische Partie, in der beide Seiten nun wieder Nerven zeigten. So hatten die Klosterstädter gleich mehrfach die Gelegenheit, an der Freiwurflinie alles klar zu machen. Doch kaum einer der Würfe wollte seinen Weg durch die Reuse finden.

Da jedoch die Reboundarbeit des Teams stimmte, konnte man sich das Spielgerät immer wieder sichern und viele zweite Chancen kreieren, die auch größtenteils genutzt wurden. So ging es mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt in die letzten Sekunden. Keine der beiden Mannschaften war hier nochmals in der Lage, den Ball im Korb unterzubringen, sodass die BGL letztlich den so wichtigen und dementsprechend auch viel umjubelten Sieg feiern durfte.

Coach Wittich, der aus universitären Gründen in der kommenden Saison nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird, war hinterher dementsprechend mitgenommen: „Dieses Spiel spiegelt im Grunde unsere gesamte Saison wider. Anfangs waren wir überhaupt nicht bei der Sache, haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt. Doch glücklicherweise hat Maurice heute so dermaßen abgeklärt und souverän gespielt, dass der Rest des Teams mitgerissen wurde. Letztlich haben wir uns den Klassenerhalt meiner Meinung nach nicht nur durch die Leistung der zweiten Halbzeit heute verdient, sondern auch, weil man gesehen hat, dass die Jungs im Verlauf der Spielzeit und besonders seit der Winterpause viel dazu gelernt und sich enorm weiterentwickelt haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und die Mannschaft in der kommenden Saison in höheren Tabellenregionen mitspielen wird.“

 

Sieg im entscheidenden Spitzenspiel beschwert Herren 3 den Aufstieg

Dann wird es auch zu zwei Duellen gegen die Drittvertretung der BGL kommen. Denn die Mannschaft von Coach Mario Schubert feierte am Sonntagabend den Meistertitel in der Bezirksliga und damit auch den Aufstieg in die Landesliga.

Doch bevor es dazu kam, hatten die Klosterstädter eine ähnliche Situation zu meistern wie die zweite Herrenmannschaft – der Sieger der Partie würde am Ende die Früchte für eine erfolgreiche Spielzeit ernten können. Die BGL reiste nämlich als punktgleicher Tabellenzweiter zum Spitzenreiter MTG Horst. Beide Mannschaften hatten im Verlauf der Saison zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Eine davon kassierten die Klosterstädter im Hinspiel gegen das Team aus Essen. Damals setzten sich die Ruhrgebietler deutlich in der Glückauf-Halle durch, gingen daher auch als leichter Favorit in das Endspiel um den Aufstieg.

Doch die Lintforter bewiesen von Beginn an, dass sie den Aufstieg unbedingt realisieren wollten. In einer umkämpften und intensiven Begegnung konnten sich die Gäste bereits nach wenigen Minuten erstmals ein wenig absetzen. Bis zur Halbzeitpause hatte die Führung Bestand. Angefeuert von zahlreichen mitgereisten Lintforter Fans ging es mit einem zweistelligen Vorsprung in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte die BGL die besseren Nerven und ließ sich vom absehbaren Erfolg auch nicht weiter nervös machen. Wie schon in der gesamten Saison war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, die letztlich zum Erfolg führte. Kein Spieler stach am Sonntag deutlich hervor, die Akteure um Kapitän Christopher Hussmann fanden wiederholt den besser postierten Mitspieler und nutzten diese Räume auch konsequent aus. Dadurch wurde der Vorsprung sogar noch weiter ausgebaut, sodass schon zu Beginn des Schlussabschnitts alles klar war und die Feierlichkeiten eingeläutet werden konnten.

Hussmann zeigte sich nach Abpfiff stolz auf den Zusammenhalt im Team: „Wir sind letztes Jahr schon nur knapp am Aufstieg vorbei geschrammt. Doch es hat sich keiner hängen lassen, wir haben weiter hart gearbeitet. Dafür haben wir heute den Lohn erhalten. Jetzt genießen wir erst einmal den Erfolg und werden dann in der Sommerpause den Grundstein legen, um auch in der kommenden Saison eine gute Rolle in der Landesliga spielen zu können.“



Auch die Damen feiern Meistertitel und Aufstieg

Doch nicht nur im Herrenbereich gab es dann doch noch etwas zu Feiern für die BGL. Auch die Damenmannschaft der Klosterstädter hat eine äußerst erfolgreiche Saison hinter sich gebracht. Nach dem Rückzug aus der Oberliga formierte sich das Team neu und ging in der Bezirksliga an den Start. In dieser profitierte man von der individuellen Klasse einzelner Spielerinnen, aber auch der mannschaftlichen Geschlossenheit des Teams.

So zeichnete sich bereits früh ab, dass mit Ausnahme des Barmer TV kein Gegner der Truppe von Trainerin Steffi Buchwald gefährlich werden könnte. Dementsprechend souverän zog man daher auch über die Liga hinweg und konnte sich schon frühzeitig den Meistertitel sichern. Und das mit nur einer einzigen Niederlage aus zwanzig Spielen.

Die Mannschaft wird nun im kommenden Jahr in der Landesliga an den Start gehen. Dort hat die BG Lintfort durch den letztjährigen Rückzug der ersten Damenmannschaft aus der Oberliga nun eigentlich zwei Startplätze zur Verfügung. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob man beide Plätze in Anspruch nehmen wird und wenn ja, wie die Kader der beiden Mannschaften dann aussehen würden.